Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Alyagraphy by Burcu Arica
Stand: Mai 2026
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Geschäftsbeziehungen, Verträge und Dienstleistungen zwischen Alyagraphy (im Folgenden: „Auftragnehmer“) und ihren Kunden (im Folgenden: „Auftraggeber“). Mit der Auftragserteilung (Zusage des Angebots) erkennt der Auftraggeber diese AGB an. Abweichende oder ergänzende Vereinbarungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (z. B. E-Mail).
2. Vertragsabschluss und Terminreservierung
Der Vertrag kommt durch die Bestätigung des vom Auftragnehmer erstellten Angebots durch den Auftraggeber in Textform (z. B. per E-Mail) zustande.
Um den vereinbarten Hochzeitstermin/Veranstaltungstermin verbindlich zu reservieren, ist eine Terminreservierungsgebühr (Anzahlung) in Höhe der im Angebot/Vertrag genannten Summe (bzw. Prozentsatzes) innerhalb von 7 Tagen ab Vertragsschluss zu leisten. Geht die Zahlung nicht rechtzeitig ein, ist der Auftragnehmer nicht an die Terminreservierung gebunden.
3. Zahlungsbedingungen
Das restliche Honorar ist, sofern im Einzelvertrag nichts anderes vereinbart wurde, nach der erbrachten Dienstleistung (Hochzeitstag/Event) und nach Rechnungsstellung ohne Abzug innerhalb des auf der Rechnung genannten Zahlungsziels zu überweisen. Die Auslieferung der fertigen Aufnahmen erfolgt erst nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars.
4. Leistungsumfang und gestalterische Freiheit
Der genaue Leistungsumfang (Dauer, Leistungspakete, Event) ergibt sich aus dem jeweiligen Vertrag bzw. der Auftragsbestätigung. Der Auftragnehmer genießt gestalterische und künstlerische Freiheit bei der Durchführung der Aufnahmen sowie bei der Nachbearbeitung (Bildlook, Farbstil, Schnitt, Musikauswahl bei Videos). Der Stil des Auftragnehmers is dem Auftraggeber bekannt. Reklamationen hinsichtlich des vom Auftragnehmer ausgeübten künstlerischen Gestaltungsspielraums sind ausgeschlossen. Nachträgliche Änderungswünsche des Auftraggebers bedürfen einer separaten Vereinbarung und sind gesondert zu vergüten.
5. Bearbeitung und Lieferfristen
Die Fertigstellung und Lieferung der vereinbarten Aufnahmen erfolgt in der Regel innerhalb von 4 bis 18 Wochen ab dem Tag der Aufnahmen (abhängig von Saison und Auftragsumfang). Sollte es aufgrund von höherer Gewalt, Krankheit des Auftragnehmers oder unvorhersehbaren Umständen zu Verzögerungen kommen, wird der Auftraggeber unverzüglich informiert.
6. Stornierung und Terminverschiebung durch den Auftraggeber
Wird ein bereits verbindlich gebuchter Auftrag durch den Auftraggeber storniert oder abgesagt, steht dem Auftragnehmer ein Ausfallhonorar (Stornogebühr) als Ersatz für den entgangenen Gewinn und die Blockierung des Termins zu. Die Höhe bemisst sich wie folgt nach dem Zeitpunkt der Stornierung (jeweils bezogen auf den Gesamtauftragswert):
- Bis 6 Monate vor dem Termin: Die geleistete Terminreservierungsgebühr (Anzahlung) wird einbehalten.
- Zwischen 6 und 3 Monaten vor dem Termin: 50 % des Gesamthonorars.
- Zwischen 3 Monaten und 1 Monat vor dem Termin: 75 % des Gesamthonorars.
- Unter 1 Monat (4 Wochen) vor dem Termin / Nicht-Erscheinen: 100 % des Gesamthonorars.
Eine Verschiebung des Termins ist rechtlich einer Stornierung gleichgesetzt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt einem vorgeschlagenen Ersatztermin ausdrücklich in Textform zu und hat an diesem Tag noch freie Kapazitäten.
7. Ausfall des Auftragnehmers (Krankheit/Höhere Gewalt)
Kann der Auftragnehmer den Auftrag aufgrund von plötzlicher schwerer Krankheit, Unfall, behördlichen Auflagen oder sonstiger höherer Gewalt nicht selbst ausführen, wird er sich nach besten Kräften bemühen, einen adäquaten Ersatzfotografen/-videografen aus seinem Netzwerk zu vermitteln. Ein Rechtsanspruch auf die Gestellung eines Ersatzes besteht jedoch nicht. Kann kein Ersatz gefunden werden oder lehnt der Auftraggeber den vorgeschlagenen Ersatz ab, werden bereits geleistete Anzahlungen vollständig zurückerstattet. Weitergehende Schadensersatzansprüche (z. B. Kosten für einen anderen, teureren Fotografen) sind ausgeschlossen, sofern dem Auftragnehmer kein grobes Verschulden oder Vorsatz vorzuwerfen ist.
8. Urheberrecht und Nutzungsrechte des Auftraggebers
Dem Auftragnehmer steht das Urheberrecht an den angefertigten Lichtbildern und Videos nach dem österreichischen Urheberrechtsgesetz (UrhG) zu.
Der Auftraggeber erhält an den gelieferten Aufnahmen ein zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränktes Nutzungsrecht für den privaten Gebrauch (z. B. Vervielfältigung für Familie, Erstellung von Alben). Die Nutzung für gewerbliche, kommerzielle oder werbliche Zwecke ist untersagt.
Die Veröffentlichung der Aufnahmen auf privaten Social-Media-Kanälen (z. B. Instagram, Facebook) ist dem Auftraggeber gestattet, sofern Alyagraphy als Urheber genannt bzw. verlinkt wird (z. B. „Foto: @alyagraphy“). Eine Veränderung der Aufnahmen (z. B. durch Filter, Zuschnitte, Fremdbearbeitung) ist nicht gestattet.
9. Nutzungsrechte des Auftragnehmers (Referenzen)
Der Auftragnehmer darf die angefertigten Aufnahmen nur nach ausdrücklicher, separater Einwilligung des Auftraggebers für eigene Werbezwecke (z. B. eigene Website, Social Media, Portfolio, Flyer) nutzen. Eine solche Einwilligung kann im Hauptvertrag freiwillig erteilt werden und ist nicht Voraussetzung für das Zustandekommen des Vertrages.
10. Pflichten des Auftraggebers (Genehmigungen & Mitwirkung)
Der Auftraggeber ist dafür verantwortlich, vorab alle notwendigen Genehmigungen für das Fotografieren/Filmen am Veranstaltungsort (z. B. Kirche, Standesamt, Eventlocation) einzuholen und eventuelle Verbote (z. B. Blitzlichtverbot während der Zeremonie) abzuklären. Eventuelle Gebühren hierfür trägt der Auftraggeber. Der Auftragnehmer haftet nicht für Einschränkungen der Leistung oder Bildverluste, die durch fehlende Genehmigungen oder Einschränkungen vor Ort entstehen.
11. Bildauswahl und RAW-Dateien
Der Auftragnehmer nimmt eine sorgfältige Vorauswahl der Bilder/Videos vor (Aussortieren von Fehlschüssen, unscharfen Aufnahmen, geschlossenen Augen etc.). Ein Anspruch des Auftraggebers auf Herausgabe aller geschossenen Bilder oder des Rohmaterials besteht nicht. Die Herausgabe von unbearbeiteten Originaldateien (RAW-Dateien) ist grundsätzlich ausgeschlossen, es sei denn, dies wurde vorab ausdrücklich schriftlich vereinbart und gesondert vergütet.
12. Verpflegung und Arbeitsbedingungen vor Ort
Bei einer Buchungsdauer ab 6 Stunden ist der Auftraggeber verpflichtet, den Auftragnehmer (sowie ggf. dessen Assistenten/Zweitdienstleister) während der Veranstaltung angemessen mit alkoholfreien Getränken und einer warmen Mahlzeit (z. B. im Rahmen des Hochzeitsessens) zu versorgen. Dem Auftragnehmer sind angemessene Pausen zur Regeneration und Nahrungsaufnahme zu gewähren.
13. Haftung
Der Auftragnehmer haftet – mit Ausnahme von Schäden an der Person (Leib und Leben) – nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Für den Verlust von Daten oder die Beschädigung von Bildmaterial durch unvorhersehbare technische Defekte (z. B. plötzlicher Defekt der Speicherkarte/Kamera, Festplattenfehler) vor der Übergabe wird die Haftung auf die Höhe des vereinbarten Honorars begrenzt, sofern den Auftragnehmer kein grobes Verschulden trifft. Das Brautpaar wird darauf hingewiesen, nach Erhalt der Daten eigenständig für eine sichere Backup-Kopie zu sorgen.
14. Gesetzliches Widerrufsrecht (bei Fernabsatz)
Sofern der Vertrag ausschließlich über Fernkommunikationsmittel (z. B. E-Mail, Online-Formular, Telefon) und ohne gleichzeitige persönliche Anwesenheit der Vertragsparteien geschlossen wurde, steht dem Auftraggeber als Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss zu. Um dieses auszuüben, muss der Auftraggeber den Auftragnehmer mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. E-Mail) über den Widerruf informieren.
Hinweis: Verlangt der Auftraggeber, dass die Dienstleistung bereits während der laufenden 14-tägigen Widerrufsfrist beginnen soll (z. B. bei sehr kurzfristigen Buchungen), verliert er das Widerrufsrecht, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht wurde.
15. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Für Verträge mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) gelten die gesetzlichen Gerichtsstände (Wohnsitz, gewöhnlicher Aufenthalt oder Ort der Beschäftigung des Konsumenten).
16. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Regelungen.
